Vita Kurti Regis

Vom Leben und Wirken Seiner Kaiserlich-Königlich-Pfälzischen Majestät, Kurts, des Endlosen.


Kurt, der Junggebliebene, wurde im Jahre Schumachers 1949 geboren.

Kurt, der sozial Eingestellte, trat im Jahre Brandts 1972 in den Sozialproblematische Fürstenbund Deutschlands ein.

Kurt, der Ehrgeizige, wurde im Jahre Brandts 1974 in die Landständeversammlung der Südlichen Weinstraße aufgenommen. Es war Kurt, dem Arbeitsteiligen, bestimmt, dieses Amt bis zum Jahre Scharpings 1994 innezuhaben.

Kurt, der Reisefreudige, stieg in die Landständeversammlung Rheinland-Pfalz auf im Jahre Brandts 1979. Bis zum heutigen Tage profitiert die Ratsversammlung zu Mainz alltäglich von der Weisheit Kurts, des Langamtierenden.

In den Jahren Brandts 1982 bis 1985 fungierte Kurt, der sozial Denkende, als Sprecher der Sozialproblematischen Fürsten in der Leibeigenenpolitik.

Kurt, der Verwaltungskundige, stieg im Jahre Brandts 1985 zum Lordsekretär des Rats Sozialproblematischer Fürsten in der Landständeversammlung auf. Im Jahre Engholms 1991 schließlich zwang Kurt, der Scheinwerferlicht Liebende, die anderen Sozialproblematischen Fürsten, ihn als ihr Oberhaupt anzuerkennen. Zwar trat Kurt, der Ämterrotierende, den Vorsitz im Jahre Scharpings 1994 formell wieder ab, jedoch kann nicht bezweifelt werden, dass sein Geist nach wie vor die Gedanken der Sozialproblematischen Fürsten in der Landständeversammlung leitet.

Im Jahre Vogels 1989 nahm Kurt, der beschränkt Multi-Tasking Fähige, den Titel „Baron zu Steinfeld“ an. Bis zum Jahre Scharpings 1994 trug Kurt diesen Titel mit der ihm auf immerdar eigenen Würde.

Schließlich gelang Kurt, dem Förderer seiner eigenen Vita, im Jahre Scharpings 1994 der Griff nach der Krone. Kurt, der Selbsterklärende, ernannte sich am 26.10. diesen Jahres zum König von Rheinland-Pfalz. Seit jenem Tage trägt Kurt, der Unaussprechbare, den Titel: Kaiserlich-Königlich-Pfälzische Majestät. Aufgrund seiner Absicht, die Krone auf Lebenszeit zu tragen, wurde ihm der Beiname „der Endlose“ verliehen. Aufstände gegen seine Herrschaft schlug Kurt, der Opposition Verachtende, seitdem ebenso konsequent wie blutig nieder. Eine Zeit der Wahlgeschenke, der Schulden und der Bildungsmisere brach an.

Da man den weisen Rat des Kurt auch in den anderen Ländern sozialproblematischer Kurfürsten zu schätzen lernte und andere Regenten der Sozialproblematischen Fürsten in den Nachbarländern nach und nach gestürzt wurden, krönte man Kurt, den Bundesunfähigen, im Jahre Schröders 2004 zum Vizekönig des sozialproblematischen Hohen Fürstenrats.

Im Jahre Platzecks 2006 schließlich erlangte Kurt die Oberherrschaft über die Sozialproblematischen Fürsten. Er wurde zum Kaiser gewählt. Es begannen die Jahre Becks. Sie soll als die Zeit in Erinnerung behalten werden, die auch nicht besser war als vorher.

Im Jahre Becks 2008 schlossen sich die Kurfürsten Frank von Walter zu Steinmeier und Franciscus Münteferingis zusammen, um die Macht der Sozialproblematischen Fürsten aus den Händen Kurts, des plötzlich Unbeliebten, zu entreißen. Die Entscheidungsschlacht fand am See zu Schwielow statt. Trotz erbitterter Gegenwehr gelang es Kurt, dem allein Gelassenen, nicht, sich gegen die Kurfürsten zu behaupten. Er gab die Kaiserkrone auf und floh zurück in seine Stammlande. Bis zum heutigen Tage nimmt Kurt, der bundesweit Ignorierte, keinen Einfluss mehr auf die Entscheidungen des Bundeskonzils der Sozialproblematischen Fürsten.

Mit Beginn der Jahre Steinmeiers und Münteferingis widmete Kurt, der Heimattreue, seine ganze Kraft wieder dem sinnvollen oder auch sinnfreien Verteilen von Geldgeschenken in seinen Stammlanden. Kurt, der zwar Alternde aber immer noch kraftvoll Geld Ausgebende, konzentrierte sich dabei besonders auf die Kurt-Beck Gedächtnisbauten, zu denen die Ringfestung zu Nürburg, der Fernreisehafen Hahn und das Kolosseum zu Kaiserslautern zählen. Es steht außer Frage, dass Kurt, der Endlose, dank dieser Werke weder in Gedanken noch auf den Konten seiner Untertanen jemals wieder vergessen werden kann.

Im Jahre Gabriels 2010 schließlich rüstet Kurt, der immer noch nicht Amtsmüde, erneut zum Kampf. Es liegt der Pulverdampf der Revolution in der Luft. Die Kunde von einer Weinkönigin, die die Feinde Kurts sammelt geht durchs Land. Soll es gar geschehen, dass Kurt, der am Abend seiner Herrschaft Stehende, zu guter Letzt doch noch vom Thron gestoßen wird? Kurt, der Kampferprobte, hat schon viele Schlachten geschlagen und seinen Thron allzu oft verteidigen müssen. Doch wird der alternde Monarch auch fähig sein, seinen Thron erneut zu verteidigen, gegen eine junge Frau, die mit Mut und Entschlossenheit gegen Kurt, den Dienstältesten, zu Felde zieht?

Im Jahre Gabriels 2011 soll die Wahl gekämpft werden. Das Volk möge für uns entscheiden.

2 Antworten

  1. Eine herrliche und wahrhaftig standesgemäße Vita, die unseres Königs Kurt würdig ist :-)

    8. November 2010 um 4:45 nachmittags

  2. Pingback: Tweets that mention Vita Kurti Regis « König Kurts Blog -- Topsy.com

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