Tagebucheintrag am 17. des Februar – Es reicht! Man lasse Unseren Reichsadvokaten endlich in Frieden!
Liebes Tagebuch,
WIR HABEN DIE NASE GESTRICHEN VOLL! Es reicht! Man lasse Unseren Reichsadvokaten endlich in Frieden!
Wir hatten dir, Unserem lieben Tagebuch, ja bereits berichtet von all den Angriffen auf Unseren Reichsadvokaten vom Bamberg. Die mit Uns verfeindeten Fürstenbünde in der Landständeversammlung – VERFLUCHT SEI DER CHRISTDEMOKRATISCHE WIDERSTAND – hat nichts unversucht gelassen, um Unseren Diener aus seinem Amte zu vertreiben.

Alles hat damit angefangen, dass Unser Reichsadvokat in Unserem Sinne einen dem Hofe genehmen Kandidaten für das Oberkammergericht in Koblenz durchsetzte. Dann ging das Chaos los: Skandalisierung, Empörung, Anklagen, das Urteil des Bundesexekutivgerichtes und daraus folgend die Abberufung Unseres Leibeigenen, und dann sogar ein MISSTRAUENSANTRAG gegen Unseren Reichsadvokaten. Von all dem haben Wir dir berichtet.
Nachdem Wir aber diesen abstrusen Antrag von Unseren Fürsten haben abschmettern lassen, hofften Wir ernsthaft auf Ruhe auf diesem Schlachtfelde. Wir denken überhaupt nicht daran, Unseren Advokaten zu verbannen, nur weil er Unsere Verordnungen durchsetzt. Soweit kommt es noch, dass die Landständeversammlung Unsere Diener bestimmt. Als nächstes wollen die noch Unsere Hoffinanzierung kürzen. Uah, da läuft Uns ein Schauer über Unseren Silberrücken, NIEMALS!
Aber die Landstände waren immer noch nicht fertig! Nun hatte man gegen Unseren Reichsadvokaten eine sogenannte „Ministeranklage“ erhoben. Tja, schön, haben Wir uns gedacht, wenn man Unseren Minister anklagt, so werden es ja wohl Wir, König Kurt, sein, der über diese Anklage zu befinden hat. Selbstverständlich kämen Wir gar nicht auf die Idee, Unseren Reichsadvokaten vom Bamberg für kluge Amtsvergabe im Sinne der Sozialproblematie zu bestrafen!
Doch dann mussten Wir erfahren, dass eine Entscheidung über diese Anklage gar nicht Uns obläge! Nein, es wäre Sache des Obersten Landeskassationsgerichtes gewesen, welches ja auch in Koblenz sitzt. Auf keinen Fall konnten Wir das dulden! Wir wissen noch, was beim letzten Mal passiert ist, als Wir zugelassen haben, dass ein Gericht eine Entscheidung trifft: Das Urteil des verdammten Bundesexekutivgerichtes!
Also haben Wir lieber Unseren Fürsten befohlen, auch dieses Begehren in der Landständeversammlung zu verbieten, und gar höchst treulich haben Unsere Diener diesen Wunsch erfüllt! Wieder einmal hat kein sozialproblematischer Baron es gewagt, zu wanken. Wir sollten Unserem Paladin Hartloffus einen Krug Wein als Zeichen Unserer Gunst zukommen lassen.
Aber zur Sicherheit müssen Wir weitere Streichungen an der Verfassung Unseres Reiches vornehmen. Die Ministeranklage wird ebenso wie der Misstrauensantrag gestrichen. Alle Klagen über Fehlverhalten der Höflinge seien fortan allein dem Monarchen zur Entscheidung zugewiesen. Und damit die Gerichte erneut an ihren Platz erinnert seien wollen Wir tun, was schon beim Bundesexekutivgerichte gar so vortrefflich wirkte!
„Scherge! Man mache Balou und Cameron erneut in ihren Roben reisefertig! Noch heute brechen sie nach Koblenz auf!“
KÖNIG KURT I.
Rex et iudex maximus aulae
Tagebucheintrag am 10. des Dezember
Liebes Tagebuch,
wer zum Teufel war das? Wer ist dieser verfluchte Untreue, dieser königsuntreue Intimus, dieser Ketzer, der gerade sein Todesurteil unterschrieben hat?!
Wir hatten dir ja bereits vor Kurzem berichtet, dass Geheymdepeschen auf diesem Internetmarkt namens Wikileaks zu finden seien. Nun ist ein Dekret erschienen, dass Uns ganz und gar verärgert, lässt es Uns doch in einem schlechten Lichte erscheinen. Dieses Dekret habe ein „Beck-Intimus“ gezeichnet und weitergeleitet. Schon wieder ein Verräter, wenn Wir den in die Finger kriegen! Wer war das nur? Jochen zu Kusel Hartloffus? Doris ohne Ahnung? Unsere einstige Königin Rosi? Oder doch gar Unsere wackeren moselfränkischen Jagdpatenhunde Cameron und Balou?! Wir lassen sie alle einsperren!!! Erstellet Uns umgehend ein Fahndungsfoto! Der Verräter muss gefasst werden, bevor er noch mehr Wahrheiten auszusprechen vermag!

In dieser verräterischen Depesche steht geschrieben, Wir hätten im Jahre Becks 2007 eine Geheymkommission eingerichtet, die Unseren Putsch gegen die Uns verhasste Angela I. vorbereiten und Unseren Weg zur totalen Macht in allen deutschen Landen vorbereiten sollte. Verdammt, WIR HASSEN DAS, wenn über Uns die Wahrheit berichtet wird. Dann wird Uns immer vorgeworfen, Wir nähmen Gelder aus der Landeskasse zu Unserem eigenen Vorteil in Unsere großen Hände.
Warum Uns das als Vorwurf vorgebracht wird, haben Wir allerdings nie verstanden. Wir sind ein König, haben Unsere Kritiker schon mal was von Apanage gehört? Nein, das ist auch gar nicht das Problem.
Unser Problem ist jetzt, dass nun, wo dieser Internetmarkt Unsere GEHEYMkommission verraten hat, Unsere Feinde vielleicht erfahren könnten, dass die Kommission nach wie vor in den geheymen Katakomben Unserer Staatskanzlei zu Mayence ihre Arbeit fortführt. Und wahrlich an ihrer Spitze steht Unser so vertrauter Lordkanzler Freiherr von Stadelmeier, der eine formidable Arbeit leistet, um Uns in weniger Zeit zum Kaiser über alle Länder zu küren! Oh Angela, WIR WERDEN FURCHTBARE RACHE NEHMEN!!!
Aber nun, da dieser Christdemokratische Widerstand in Unseren Kronlanden Rheinland-Pfalz den Aufstand vorbereitet, können Wir dergleichen wahrlich nicht gebrauchen! Wir werden auf der Stelle die Sicherheitsvorkehrungen erhöhen lassen. Außerdem müssen Wir einen Weg finden, Uns vor zukünftigem Verrat auf diesem Internetmarkt zu schützen.
„Scherge! Er lasse von einer Gelehrtengruppe prüfen, wie Wir den Internetmarkt Wikileaks entgültig ausschalten können! Man erstelle ein Fahndungsbild und fange Uns diesen elendigen Königsverräter!“
KÖNIG KURT I.
Rex Inter Net
Tagebucheintrag am 19. des November
Liebes Tagebuch,
so, nach den Querelen der letzten Tage mit der verdammten Justiz wollen Wir nun endlich wieder die wichtigen Dinge angehen und weiter Unser Werk vorantreiben. Schließlich gehen wir ja „gestärkt“ daraus hervor, solange Wir uns dies nur lange genug einreden. Nach wie vor gilt es, einen Erben zu finden, der im schlimmsten Falle Unser Reich übernehmen kann.
„Knecht! Bring er Uns die Unterlagen über Jochen zu Kusel-Hartloffus!“
So, Unser getreuer Diener Kusel-Hartloffus, schauen Wir ihn Uns einmal an. Wir haben ihn im Jahre 2006 zum Sprecher der Barone der Sozialproblematischen Fürsten in der Landständeversammlung zu Mayence ernannt. In diesem Amt ist es Kusel-Hartloffus´ heiligste Pflicht, die Barone auf ihren Monarchen einzuschwören. Er hat sich ihrer Loyalität zu Uns zu versichern, Uns über Untreue in Kenntnis zu setzen, und Verrätern den kürzesten Prozess zu machen. Gleichzeitig dient er Uns als Sprachrohr in den Bund der Sozialproblematischen Fürsten hinein. Er ist Unser vorderster Streiter, Unser oberster Paladin!
Wir müssen gestehen, Wir haben Uns mit seiner Ernennung selbst übertroffen. Wir können Uns nicht daran erinnern, dass seit seiner Ernennung jemals Probleme in der Handhabung der eigensinnigen Barone aufgetreten sind. Bei jeder Bedrohung Unserer Stellung, bei all den Affären, die immer wieder nach außen dringen, Wir wissen und können Uns darauf verlassen, dass Unser Paladin Uns den Rücken freihalten wird.
Das haben Wir an vielen Fällen erkennen können. Gab es auch nur einen Untreuen, wenn es um die Ringfestung zu Nürburg ging? Hat auch nur ein Baron es gewagt, Uns für Unser Schloss in Bad Bergzabern zu kritisieren?
Sogar jüngst hat Kusel-Hartloffus es wieder geschafft. Kein einziger Baron hat sich dem Misstrauensantrag gegen Unseren Reichsadvokaten angeschlossen, obwohl ihn viele als Verbrecher, ja gar als Verräter schmähen! Ach, Unser liebes Tagebuch, Wir werden dir später von Unserem Triumpf berichten. Im Augenblick schwelgen Wir noch so im Glück, mit dem Rechtsbruch Unseres Reichsadvokaten durchgekommen zu sein, dass Wir dafür kaum Worte finden. Wir werden dir bald davon erzählen. Doch jetzt zurück zu Kusel-Hartloffus.
Es kann für Uns kein Zweifel bestehen: Jochen zu Kusel-Hartloffus, Unser treuer Paladin, ist wie kaum ein anderer geeignet, um… ja was ist denn da los?
Ist das zu glauben?! Verrat, Verrat wohin man blickt!!! Nun auch Unser Paladin, es ist zum Bart ausreißen! Kannst du dir vorstellen, liebes Tagebuch, wo Unser Knecht diesen verfluchten Kusel-Hartloffus gefunden hat? In Unserem, in UNSEREM PRIVATEN WEINKELLER! Und er hat ihn nicht nur gefunden. Anscheinend hat Unser Paladin das Schloss zu Unseren heiligsten Privatvorräten aufgebrochen und Unsere höchstpersönlichen Weinfässer geleert. UND ZWAR ALLE!
Dafür werden Wir ihn, Wir werden… nein, das werden Wir nicht. Für diesen Verrat sollten Wir ihn eigentlich vierteilen und zu Rotwein verarbeiten lassen. Aber Wir können in der Landständeversammlung nicht auf ihn verzichten. Er muss die Ordnung wahren. Nein, mit ihm rechnen Wir ab, wenn Wir im März gewonnen haben. Bis dahin werden Wir nichts tun, außer ihn für seinen Verrat von der Liste der möglichen Kronprinzen zu streichen.
Wer den Weinkeller des Monarchen nicht ehrt, der ist der Krone nicht wert.
„Schreiber, er notiere das! Und dann lass er nach etwas zu trinken schicken, nach diesem Schlag brauchen Wir einen Schluck aus Unseren privaten… ARGH!!!


KönigKurtsBlog as Twibbon
KönigKurtsBlog on facebook
KönigKurtsBlog on twitter