Tagebucheintrag am 21. des Dezember
Liebes Tagebuch,
Verrat! Wir sind zornig! Wir sind wütend! Wir sind aufgebracht! Welch ein unflätiges Verhalten dieser vermaledeiten Weinkönigin, dieses Frontfräuleins!
Nun klärt dieser Christlich Demokratische Widerstand seine Skandale auch noch selber auf! Wo kommen Wir denn da hin? Man könnte meinen, in unserem Reiche gäbe es die freie Meinungsäußerung und gar eine Demokratie! „Schonungslose Aufklärung“. PAH! Weit gefehlt! Schließlich leben Wir in einer Kurtogratie Unserer Gnaden! Wir vertuschen und verdunkeln Unsere Skandale schließlich auch, wo Wir nur können.
Es ist eine Schande. Jetzt haben Wir gar keinen Skandal mehr, den Wir diesen Widerständlern entgegen halten können. Was ist mit Waffengleichheit? In Unserer Staatskanzlei zu Mayence haben Wir aus dem Grund der „Skandalabwehr“ kürzlich extra einen Aufgabenbereich entwickelt zur „Inneren und Äußeren Skandalverschleierung“ unter der Führung unserer treuen Generalin, der roten Zora Heike zu Cochem-Zell. Schließlich sind wir zurecht die einzig wahre “Skandalpartei” in Unserem Reiche! Wahrlich liebes Tagebuch, Wir sind genial!
Doch welch ein Vertuschungssyndikat ist bei diesen Widerständlern dort am Werke! Unser Großinquisitor Roger von Lewentz ist doch kein Schlechter, er hat wahrlich passende sozialproblematische Worte gefunden… Wir sollten noch einmal darüber sinnieren, ob seine Wenigkeit nicht doch wieder auf die Liste meiner potentiellen Nachfolger komme.
Aber was bloß machen Wir mit diesem Widerstand und ihrer Anführerin?! Ah wir haben es! Es solle schneien, auf dass das ganze Land bestraft werden solle, meterhoher Schnee wird fallen! Der Verkehr wird im Chaos versinken! HAHA!
“Was sagt ihr Knecht? Es schneit bereits? Ja verdammt nochmal, wer ist Uns denn da jetzt auch noch zuvor gekommen!”
KÖNIG KURT I.
Rex Skandalanensis
Tagebucheintrag am 14. des Oktober
Liebes Tagebuch,
Welch ein Mannsweib! Da hat Unsere Generalin, die rote Zora Heike zu Cochem-Zell wieder sehr gute Propagandaarbeit geleistet. In Horten für den Nachwuchs hat sie es geschafft, Unsere Kurfürstlich-Königlich-Pfälzische Meinung zu verbreiten. Endlich! Nun wird Unsere Rote reine Lehre schon vom Nachwuchs verstanden.
Sie fressen Uns nun beinahe aus der Hand, haben Wir ihnen doch nun rote Gefäße für ihre Brot gegeben. Schon im kleinesten Alter können sie nun erahnen wie weit die niemals endende Güte Unseres Kurfürstlich-Königlich-Pfälzischen Geschlechts reicht.
Propagandaschriften für Mutter und Vater haben Wir direkt beigelegt. Wir sollten überlegen unsere Generalin zu befördern. Vielleicht ernennen Wir sie zur Ministerin, die sich nur um die Kinderhorten kümmert. Da hätten unsere kleinen Pfälzer bestimmt Spaß, wenn sie regelmäßig Besuch von einer echten Generalin erhalten würden.
„Brot und Spiele“, so soll fortan das Motto aller Unserer Pfälzischen Kinderhorten lauten. Das klappte schon einmal in der Geschichte, jetzt muss es auch in Unserer Pfalz funktionieren. Darum werden wir unsere besten Propagandamaschinen, Burgvogt Hendrik zu Hering, Heike von Cochem-Zell und Doris ohne Ahnung fortan von ihren Pflichten entbinden. Sie werden fortan nur noch in den Nachwuchshorten spielen und dabei Brot und entsprechende Aufbewahrungsbehälter verteilen. Das wird nicht nur rote Freude in die Pfalz bringen, sondern Uns auch noch besser dastehen lassen. Wir werden nun noch 20 Jahre in Unserem Land walten können!
KÖNIG KURT I.
Rex liberorum
Tagebucheintrag am 5. des Oktober
Liebes Tagebuch,
Wir gaudieren! Unsere Generalin, die rote Zora Heike zu Cochem-Zell hat gute Propagandaarbeit geleistet! Über dieses neuartige Druckpressentum, „Internet“ nennen es Unsere Berater, verbreitet sie, dass auf Unserer geliebten Ringfestung insgesamt fünf Kindergeburtstage gefeiert werden.
So wollen Wir das haben, so rechnet sich Unsere Ringfestung. Bedauerlicherweise konnten die zukünftigen Steuerzahler mir keinen Respekt zollen, indem sie Probefahrten auf dem sich schnell nicht bewegenden Ring-Drachen ableisteten. Leider dreht sich Unser Gefährt immer noch nicht, aber wenn immer mehr zukünftige Steuerzahler ihre Geburtstage auf unserer Ringfestung feiern, wird das Unser Gefährt auf Vordermann bringen. Denn wenn insgesamt 1.000 nachwachsende Pfälzer hier so etwas wie Freude haben, haben wir immerhin 200.000 guldene europäische Stücke verdient, das reicht für mindestens 1 Meter am neuen Ringdrachen! Ha! In 700 Jahren ist der Drachen dann komplett finanziert!
Wir machen nicht Halt, auch den Nachwuchs unserer kurfürstlich-pfälzischen Mitarbeiter auf der Ringfestung per Hebelumlegen feiern zu lassen. Wir freuen Uns, dass Unsere Kinder so viel Spaß haben, wenn Sie auf der Ringfestung mampfen und stampfen. Machen Wir ja schließlich auch gerne. Vielleicht geht es ihnen ja auch deshalb so gut, weil sie noch nicht wissen, dass sie einmal die ganze Ringfestung zahlen sollen. Ist aber schließlich Unser Geheimplan und ist ja auch gerecht, sie dürfen ja auch schließlich in Unseren Festungen Geburtstage feiern.
Jetzt müssen nur noch Unsere anderen Bauten von unserer roten Propaganda-Zora auf druckpressentechnischen Vordermann gebracht werden. Wir haben da schon Ideen: Ab sofort dürfen alle Senioren Spiele des pfälzischen Fußballvereines sehen, Wir sind ja schließlich Gebieter über die Flamme von Kaiserslautern.
Desweiteren ordnen wir Pflichtbesuche für alle Unsere pfälzischen Schüler in den Einrichtungen der nicht vorhandenen Künste ein. Fahrten ins territoriale Ausland werden nur noch von Unserem Privatflugplatz in diesem Gebirge namens „Hunsrück“ gestattet. Auf das jeder Unserer Untertanen die wohlfälligen Einrichtungen Unserer Kurfürstlichen-Pfälzischen Hoheit betrachtet und schätzen lernt.
Wir freuen Uns auf mehr!


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