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Tagebucheintrag am 17. des März – Verdammt sei diese verfluchte Weinkönigin! Was fällt ihr ein alle Unsere Skandale öffentlich zu nennen?

Liebes Tagebuch,

WIR HABENS GEWUSST!

Verdammt sei diese verfluchte Weinkönigin! Wir hatten dir ja bereits berichtet, dass Wir große Angst vor dem TV-Duell mit Unserer Widersacherin hatten. Und, bei Unserem Bart, die war ja wohl begründet!

Alles hat sie aufgezählt, all Unsere Skandale, all Unser Versagen! Das Schlosshotel! Die Ringfestung! Die Justiz! Unsere Staatskasse! Alles hat sie uns um die Ohren gehauen! Oh, Wir hätten sie erschlagen können, dieses verräterische Weib! Man hat Uns Unseren Zorn wohl wahrlich angesehen, Oh Ja! Aber Wir mussten ihr ja freies Geleit versprechen!

Dabei hatten Wir Uns fest vorgenommen, Uns von dieser Weinkönigin nicht provozieren zu lassen. Mit königlicher Gelassenheit wollten Wir ihr begegnen. Aber nach und nach bekamen Wir doch eine recht königliche Schwellung! Gerade konnten Wir Uns zurückhalten, ihr nicht an ihre dreiste Kehle zu gehen. Wir sind das nicht gewohnt, dass Uns jemand ins Gesicht herein kritisiert. Das ist an Unserem Hofe schließlich seit Jahren untersagt. Und jetzt wissen Wir auch wieder, warum!

Da Wir nun einmal nicht drum herum kamen, haben Wir Uns schließlich zu Antworten herab gelassen. Mit königlichem Selbstbewusstsein haben Wir ihre Attacken dann ausgesessen. Und man bedenke nur, was Wir für kluge Wörter in Unserer Rede verwandt haben. So haben Wir Uns zum Beispiel verbeten, dass man Unsere Minister desavouiere! Desavouieren, das haben Uns Unsere Berater aufgeschrieben, damit könnten Wir schlauer wirken. Und wahrlich, wie fühlten Wir Uns auch überlegen, solch intellektuelle Wörter verwenden zu können. Freilich müsste Uns immer noch jemand erklären, was Desavouieren eigentlich bedeutet…

Puh, zum Glück ist das jetzt vorbei! Sowas machen Wir nie wieder, es war Uns zu anstrengend, außerdem können Wir auf Dauer nicht dulden, dass Uns da jemand Unsere Skandale und Probleme vorkaut. Man bedenke nur, sie hat Uns zum Beispiel Unsere Widersprüchlichkeit in der Frage der Hauptschule vorgeworfen.

Dergleichen darf nie wieder geschehen. Sonst kommt Unser Volk noch auf den Gedanken, Wir hätten Fehler und seien ersetzbar!

So, jetzt sind Wir aber gespannt, Was Unsere königstreuen Druckpressentümer berichten werden!

KÖNIG KURT I.

Rex televisionorum


Tagebucheintrag am 9. des Februar – PersBECKtive, was für ein wahrhaft angemessener Kontext für Unseren erlauchten Namen!

Liebes Tagebuch,

Du, Unser geliebtes Tagebuch wusstest es ja schon immer, Unser Name ist in aller Munde. Und wie eine Gelehrte aus dem fernen Helvetia entdeckte, noch viel mehr, als selbst Wir es ahnten. Von PersBECKtive sprach sie, was für ein wahrhaft angemessener Kontext für unseren erlauchten Namen. Vielleicht sollten Wir diese Gelehrte an Unseren Hof berufen. Nun, für’s erste erlauben Wir es Uns huldvoll, ihre Kreation zur Unterstreichung Unserer eigenen Herrlichkeit zu verwenden.

Wir höchstselbst, als BECKnadeter Denker, werden Uns künftig darum bemühen, Unseren Namen zu verbreiten. Wir werden weiterhin Unsere Untertanen mit sBECKtakulären Prestigeobjekten BECKglücken und künftig sollen zu jeder Audienz SBECKulatiuse gereicht werden! BECKlagen wird sich da keiner, den BECKanntlich lieben Uns alle. Liebes Tagebuch, vielleicht sollten Wir sogar über AbsBECKen nachdenken?

KÖNIG KURT I.

Rex creativis


Tagebucheintrag am 9. des November

Liebes Tagebuch,

das ist empörend. Wir erheben Protest gegen diese Schmähbezeichnung!

Immer häufiger fällt Uns auf, wie in den Berichten des Druckpressentums Unser Name veralbert wird. Wir lassen das nicht zu, wer seinem König den nötigen Respekt verweigert, der soll mit den schlimmsten Qualen gestraft werden.

Kannst du, Unser liebes Tagebuch, die vorstellen, wie man Uns jüngst im Druckpressentum bezeichnet hat? Man nannte Uns „König Kurt“! Was fällt denen ein, das ist eine bodenlose Frechheit!

Schlüsseln Wir das mal auf: Wir sind von Unserer eigenen Gnade König von Rheinland-Pfalz. Das ist insofern eine Beschreibung Unseres Handwerks. Das ist es auch nicht, was Uns so erzürnt, schließlich ist die Beschreibung Unserer Person mit dem Titel „König Kurt“ inhaltlich und materiell richtig. Daher ist es auch nicht die Beschreibung als solche, die Unseren rasenden Zorn erregt. Nein, es ist vielmehr der Verstoß gegen formelles Hofprotokoll!

Wozu machen Wir eigentlich ein Proklamation, wenn anscheinend das Druckpressentum Unsere Gesetze nicht liest. Man schaue mal genau hin, in den grundlegenden Statuten Unseres Reiches, an der Spitze der Proklamation, da steht unter I. 3. was?

Kurt, der Unaussprechbare führt den Titel: Kaiserlich-Königlich-Pfälzische Majestät. Etwaige Abkürzungen des Titels sind unzulässig.

Was fällt diesen närrischen Schreiberlingen ein, Unseren Titel so zu verunglimpfen. Das ist eine Schande, ein Skandal. Verflucht, warum haben Wir nur vergessen, Sanktionsmöglichkeiten in dem Punkt unterzubringen. So oder so ist die Bezeichnung als „König Kurt“ ein Mangel an Respekt vor dem Monarchen des Landes.

Wenn Wir noch einmal den Titel „König Kurt“ in einem Artikel, einem Schriftstück, oder auch nur in einem Gespräch in Unserer Hörweite aufschnappen, Wir werden den Sünder in der Druckpresse Unserer Schreiberlinge zu Druckfarbe quetschen lassen! Fortan werde gefälligst wieder der Titel „Kaiserlich-Königlich-Pfälzische Majestät“ geführt.

Wo kommen wir denn sonst hin? Wie wollen die Uns vielleicht das nächste Mal nennen, Ministerpräsident Beck vielleicht?

Einfach absurd!!!

KÖNIG KURT I.

Rex Regum


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