Tagebucheintrag am 1. des September

Liebes Tagebuch,

diese Verräter an Unserem kaiserlich-königlichem Hofstaat! Uns wurde geraten an der Freigabe einer neuen Schnellstraße für Pferdekutschen, welche Kaiserin Angela I. durch Unser Land bauen ließ, beizuwohnen. Doch Unsere einst noch so getreue Generälin, die rote Zora Heike von und zu Cochem Zell war schlecht informiert. Oder hat sie Uns doch gar wissentlich getäuscht? Die Kaiserin schickte Prinzessin Julia, die aufmüpfige Weinkönigin, an ihrer statt, die Straße zu eröffnen!

So konnten Wir in Unserem eigenen Land nur daneben stehen, als Prinzessin Julia eine gar amüsante Rede ans Volk hielt und ihre ketzerischen Gedanken verbreitete. Auch die Würdenträger vor Ort, von Unseren Gnaden eingesetzt, schenkten der Rebellin ihr Gehör!

Und die Kunde des Desasters verbreitet sich über dieses neuartige Netz wie der Wind in Unserem Land. Gut, dass Wir jetzt diesen Blog eingeführt haben, um mit der Proklamation Unsere Gesetze gegenzuhalten. Die Schafzucht hatten Wir ja bisher als untauglich erwiesen, um das Unkraut zu vernichten, das auf dem weiten Feld des weltumspannenden Netzes von den Sympathisanten der rebellischen jungen Weinkönigin gesät wird. Nun sollen Unsere Worte wieder zählen, nicht mehr die minderwertigen Einschätzungen dieser Druckpressen-Vertreter.

Allerdings gab es auch Wohlgefallendes an der Eröffnung der Schnellstraße: Zum Beispiel der Geruch dieser sagenumwobenen saftigen Fleischklöpse, die von der Weinkönigin an den Statthalter von Cochem verteilt wurden. Wir hätten diese ja auch gerne zu Munde genommen. Aber als Wir Uns endlich zum Korb vorgepresst hatten, war kein Fleisch mehr da – Unsere beiden Patenhunde Balou und Cameron waren da schneller als Wir: Sie knabberten den Korb und konnten Uns so all die herrlichen Stücker vor der Nase wegfuttern. Wenn sie das noch einmal machen, wird es beim nächsten Empfang Unserer angelsächsischen Freunde „Hot Dogs moselfränkischer Art“ geben!

„Das macht ihr nicht mehr mit mir, das sag’ ich euch.“ So mussten Wir Unseren Hofstaat abmeiern. Doch auch dieser Ausspruch von Kurt, dem Wortgewaltigen, ist über renitente Berichterstatter zu Unseren Untertanen vorgedrungen. Wir haben unsere Inquisition der kaiserlich-königlich-pfälzischen Staatskanzlei angewiesen, diese Schmierfinken nun härter zu verfolgen.

In diesem Land überholt weiterhin nur einer: Eurer Monarch!

KÖNIG KURT I.

Eine Antwort

  1. Michael

    Super Werbung für unseren König Kurt!

    So so – die Weinkönigin lässt den König nicht an die Klöpse.

    Vielleicht bekommt die Junge Union ja sogar 10 neue Anhänger.

    Aber wir alten CDU-Wähler bleiben doch lieber solide bei unserem König und wählen diesmal keine Prinzessin, die erst mal die CDU mit ihren Bargängern auf Vordermann bringen soll.

    3. September 2010 um 3:16 pm

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